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LICHT BASICS

 

Licht und Umwelt

 

• 15 % der weltweiten Stromerzeugung wird für die Lichterzeugung verbraucht
• Licht ist der größte Energieverbraucher am Set
• Beim Film wird 90 % des Stroms für Licht verbraucht
• Bei grossen TV-Shows sind es über 95 %
• Konventionelles Filmlicht verbraucht viel zu viel Energie
• Film verbraucht durchschnittlich 100 kW bis 4000 kW am Tag.
• Grosse TV-Shows verbrauchen pro Tag über 12.000 kW

 

Der Klassiker: die Glühbirne
 
• Simulation der Sonne: Glühen
• Sehr gute Farbwiedergabe = CRI (siehe unten)
• Problem: Energie "verglüht"
• 5 % Licht / 95 % Wärme
• Lichtausbeute versus Stromverbrauch 10 lm / Watt
 
 
Ein bisschen Licht-Physik
 
"Lumen" = elektromagnetischer Strahlungsfluss = gesamte Lichtleistung einer Lichtquelle
versus
"Lux" = reflektiertes Licht in Lumen pro Quadratmeter
 
Die netteste Maßeinheit - und immer noch in Gebrauch:
"Foot Candle" = Lichtintensität einer Kerze auf einem Quadratfuss Fläche = Beleuchtungsstärke per Squarefoot = 30 x 30 cm Entspricht 10,76 Lux

 

 
Stromverbrauch der unterschiedlichen Film-Glüh-Leuchtmittel

 

Weiterentwicklungen im Filmlichtbereich:

 
• Klassiker: Halogenlampen
• Halogengas, Hohe Temperatur, kurze Lebensdauer
• Veränderung der Farbtemperatur beim Dimmen
• Lichtausbeute: 20 lm / W
 
Dedolight / Halogen-Niedervolt / Asphärisches Doppellinsensystem
• Veränderung der Farbtemperatur beim Dimmen
• Lichtausbeute 40 lm / W - deutlich besser
 
HMI = Hydrargyrum medium-arc iodide, also Quecksilber + mittlere Bogenlänge + Jod
• Optimierte Gasentladungslampe, hoher CRI
• Braucht grosses Vorschaltgerät
• Bedingt dimmbar. Keine Veränderund der Farbtemperatur zwischen 50 % und 100 %
• Lichtausbeute 92 lm / W - noch besser

 

 

Noch ein bisschen LIcht-Physik: Farbspektren

 Licht ist nicht gleich Licht.

Die Qualität einer Lichtquelle hängt davon ab, wie gut die unterschiedlichen Farben des Lichtspektrums in dessen Licht enthalten sind. Da gibt es gewaltige Unterschiede. Hier ein paar Beispiele:

 

 

Man sieht ganz deutlich, dass "Glühlicht" (Incandescent) mehr Rot-Anteile enthält und deswegen auch als "warm" empfunden wird, während das klassische "Neonlicht" (Fluorescent - auch "Energiesparlampen") ein sehr zerklüftetes Spektrum abgibt. Deswegen werden diese Lichtquellen auch ganz unterschiedlich empfunden - und unterschiedlich von der Kamera aufgenommen. Das wiederrum hängt auch vom Sensor der Kamera ab. Dazu später mehr.

Um diese Lichtqualität zu beschreiben und messbar zu machen, hat man unterschiedlich Parameter erfunden.

 

Licht-Parameter und Messmethoden

 

CRI = Farbwiedergabeindex

Da das klassische "Glühlicht" vom Verlauf ein sehr natürliches Licht ist, gab es keine wirkliche Notwendigkeit die Farbinhalte zu messen. Das änderte sich schlagartig, als die Leuchstoffröhren (siehe "Fluorescent" oben) in den 60´ er Jahren weite Verbreitung fanden. Plötzlich gab es ein ganz anderes Licht und die Notwendigkeit die Qualität und die Farbeigenschaften des Lichtes zu messen. So entstand der sogenenannte Farbwiedergabeindex = Colour rendering index = CRI

Dieser wird mit folgenden Testfarben gemessen:

CRI FarbenCRI Farben

Beim CRI wird gemessen, wie gut diese 14 Farben durch ein spezifisches Licht wiedergegeben werden. Für jede Farbe gibt es einen Wert zwischen 0 = grottenschlecht bis 100 = perfekt. Danach wird alles zusammengezählt und ein Gesamtwert zwischen        0 und 100 errechnet.

Ziel war es, mit dem Farbwiedergabeindex einen reproduzierbaren Wert zu errechnen, der für jede Lichtquelle angibt, wie weit die Farbwiedergabe einer zu testenden Lampe vom Ideal des Glüh- und Tageslichts abweicht.

 

 

TLCI

Der CRI war über Jahrzehnte ein wunderbares Tool, um die Qualität von Licht für den Einsatz bei Film und Fernsehen zu messen, bis zwei neue Erfindungen die Sache etwas durcheinandner gebracht haben:

- die digitale Aufzeichnungstechnik mit den unterschiedlichsten Kamerasensoren, die das Farbspektrum unterschiedlich aufnehmen

- die LED-Lichttechnik, die auf einem völlig neuen Prinzip beruht und neue Farbspektren produziert.

Da war der schöne CRI plötzlich nicht immer (gut) zu gebrauchen. Man hat sich gewundert, warum manche Bilder trotz Licht mit hohem CRI einen Farbstich haben und fand heraus, dass 14 CRI-Testfarben einfach zu wenig sind, um die Farbqualität des (neuen) Lichtes gut zu beurteilen.

So wurde der TLCI erfunden, der Television Lighting Consistency Index, der auf 24 Testfarben beruht, aber auch zusätzlich die Kamerasensoren-Thematik berücksichtigt.

 

TLCI ColorCheckerTLCI ColorChecker

 

Federführend bei dieser Messmethode ist die EBU (European Broadcast Union), die dazu viele Informationen und Tools kostenlos zur Verfügung stellt:

https://tech.ebu.ch/tlci-2012

 

Eine Tolle PDF zum ganzen Thema gibt es von der BBC - leider schon 2 Jahre alt, aber immer noch sehr gut:

http://downloads.bbc.co.uk/outreach/BBC_LEL_Guidelines_2014.pdf

 

 

DIESE SEITE WÄCHST JEDEN TAG - MIT DIR UND DEINEN ERFAHRUNGEN. 

Wenn du gute Tipps hast und sie gerne teilen möchtest, her damit: tipps@greenfilmtools.com

Grüner Drehpass

 

 

Logo Grüner Drehpass

 

Die Pioniere von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Es ist der Hammer, was Christiane Dopp und ihr Team da auf die Spur gebracht haben - und ein Trauerspiel, dass die anderen Filmförderungen nicht mitziehen. Ziel muss sein: wer grün produziert, bekommt auch mehr Förderung. Das ist in der Wirtschaft schon lange an der Tagesordnung.

http://www.ffhsh.de/de/film_commission/gruener_drehpass.php

 

 

 

 

 

 

Weltweit

 

http://www.filmiami.org/images/Jan2010/Go_Green_Guide-1.jpghttp://www.filmiami.org/images/Jan2010/Go_Green_Guide-1.jpg

 Sogar die Kollegen in Miami sagen    "Go Green" und geben viele Tipps. Schaut euch das mal an:

http://www.filmiami.org/production_green_guide.asp

Es gibt einen offiziellen Go Green Guide,. Bin gespannt, wann unsere Hipster in Berlin das auch mal hinbekommen.

 

 

 

 

 

Weitere Film-Datenbanken

 

crew united

 

 

 

 

DAS Netzwerk der Film- und Fernsehbranche. Sehr sorgfältig geführte Projektdatenbank und exzellentes Who is Who und "Wer macht was".

Crew United engagiert sich sehr für das Thema Nachhaltiges und Faires Drehen und hat dafür sogar einen eigenen Bereich eingerichtet.

www.crew-united.com

 

 

Ein Vorbild, man stelle sich vor, aus den USA - UND auch noch ein Projekt der amerikanischen Produzentenvereinigung. Liebe (deutsche) Produzentenallianz, bitte aufwachen und auch-machen!

http://www.greenproductionguide.com/

 

 Collectif Ecoprod

 

VIVE LA FRANCE!!

Auch meine zweite Heimat ist weiter. Die haben ihre Webseite sogar auf englisch übersetzt!

http://www.ecoprod.com/fr/

   

Aktiv werden: Umweltorganisationen

- Save our Seeds

Monsanto und vor allen Dingen (nicht vergessen!) BAYER und BASF patentieren seit Jahren unser Saatgut und treiben damit viele Bauern in den Ruin. Dazu die gentechnischen Manipulationen. Jetzt hat Bayer zu allem Unglück Monsanto gekauft. Deutschland wird zum Gentechnik-Exporteur Nummer 1. Eine Katastrophe! Unterstützt "Save our Seeds", die "Coordination gegen BAYER-Gefahren", "Wir-haben-es-satt" und weitere mutige Organisationen.

 

- Farm Aid

Neil Youngs Organisation für amerikanische Öko-Farmer. Tolle Sache.

www.farmaid.org/

 

- Die Klassiker - aber immer wieder gut

Greenpeace

BUND

Robin Wood

 

 

 

 

 

 

 

Spannende Projekte

 

Jenny Weidt hat ihre Produktionsfirma nicht ohne Grund "Filmgrün" genannt. Hier steht warum: http://www.filmgrün.de/nachhaltig-filmen/

Kleine Firma aber ganz gross!!

Unterstützen und ihre Philosophie auswendig lernen!

Grüne Filmmesse in Vorbreitung. Mehr dazu in Kürze.

  Heliostaten im Film. Prototyp in Arbeit. Siehe "Heliostaten"

  Gasgeneratoren: Entwicklung von grosser Einheit für Film & TV läuft. Mehr dazu in Kürze hier.