Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

PLANUNG IST (FAST) ALLES

 

KREATIVITÄT

Bevor es in die Details geht, der Kern meiner Philosophie:

Das Herz unserer Arbeit ist die Kreation. Wir produzieren keine Konservendosen sondern Filme, Shows und Events. Das funktioniert in den seltensten Fällen nach Schema F. Das gilt auch für unsere umweltfreundlichen Produktionstechniken. "Grün" zu produzieren erfordert genau so viel Kreativität und kann genauso viel Spass machen. Da ist viel Fantasie gefragt: bei der Auswahl der Werkzeuge, der Technologien aber auch vor allen Dingen in der Kommunikation. Deswegen...

 

TALK TO THE ARTISTS

Künstler, egal auch welcher Sparte, leben in unsicherem Gelände. Ihre täglichen Begleiter sind die Angst und ab und zu auch ihr Ego. Über die Beziehung zwischen beiden ist schon viel geschrieben worden, aber man darf es nicht vergessen, denn es hat grosse Konsequenzen und "Gross" ist das Stichwort. Die Faszination des Films lag schon immer in diesem "Bigger than life". Das durchzieht alle Bereiche: von der Wahl des Equipments bis hin zur Limousine für den roten Teppich. Wenn ich anfange daran zu rütteln, muss ich mich auf Diskussionen und durchaus auch Ärger gefasst machen.

Was dabei meistens versäumt wird, ist die Künstler von Anfang an mit einzubeziehen. Warum? Weil wir häufig vor ihnen Angst haben und dann den nächsten grossen Fehler machen: heimlich Dinge einzuführen oder es lieber gleich ganz bleiben lassen.

Dabei sind viele Künstler und Kreative absolut zugänglich, wenn ich von Anfang das Thema klar auf den Tisch lege UND für Sicherheit sorge. Das beinhaltet vor allen Dingen auch den Endkunden mit einzubeziehen, denn wenn der die ganze Sache begrüsst, tut es sich schon unendlich viel einfacher.

Dazu gehört vor allen Dingen klare Ziele zu formulieren.

 
ZIELE / WAS WOLLEN WIR / PARAMETER
 
- CO2 Ausstoss verringern
- Verbrauch von Fossilen Brennstoffen verringern
- Verbrauch von Rohstoffen reduzieren
- Schädigung von Ökosystemen verhindern
- Einsatz von umweltschädlichen Substanzen vermeiden
- Entsorgung / Recycling erhöhen
- Neue, umweltfreundliche Technologien fördern
 
Um das zu erreichen, muss ich meine Produktion erstmal kurz analysieren.
 
GREEN SCREENING
 
Wir werden nicht alle Umweltprobleme einer Produktion auf einmal lösen. Aber wir können die wichtigsten angehen.
 
Die Engländer haben das vor ein paar Jahren mal sehr schön gemacht. Sie haben den CO2 Ausstoss pro Produktionsmethode in den einzelnen Bereichen ermittelt. Das gibt schon mal gute Hinweise - auch wenn diese weiter differenziert werden müssen. So umfasst die Rubrik "On Location" unter anderem die Energieverbräuche und die Transporte "Vor Ort" - was gerade beim Film ein gewaltiger Faktor sein kann.

 

British Academy of Film and Arts (BAFTA) Studie 2012 / CO2 Ausstoss je nach Produktionsmethode. Es fehlen grosse TV-Shows, wo die grössten Faktoren die Energie für Licht, Produktionstechnik und Klima sind, sowie Transport / Hotel und Dekobau. (Siehe eigene Rubrik)

 

Diese Studie zeigt sehr genau wo die "Hotspots" einer Produktionsmethode liegen.Manche Begrifflichkeiten müssten genauer erläutert werden, aber die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache:

- Überraschung: das Produktionsbüro ist ein grosser Faktor. Das liegt nicht nur am Büro selbst, sondern an all dem, was damit verbunden ist. Das fängt mit der Anreise der Mitarbeiter an, dem Energieverbrauch (Bürogeräte sind häufig riesige Stromfresser), dem Verbrauchsmaterial, Kurierdiensten, Taxifahren, Kaffeeküche....Das Ganze multipliziert mit der Tatsache, dass hier die meisten Tage anfallen.

- Transport, Reisen und Unterbringung sind ebenfalls grosse CO2 Verursacher. Da lässt sich sehr viel sparen.                              Und zwar CO2 UND Geld.

- "On Location" ist beim Film die grösste Baustelle. Hier wird am meisten Energie verbraucht (Transporte, Generatoren....). Zusammen mit den weiteren Ergebnissen für (An)Reisen und Hotels ergeben sich die höchsten CO2 Werte überhaupt. Da lohnt sich häufig die Frage, ob ein Studio nicht sinnvoller wäre.

Die wichtigste Erkenntnis:

 

Der Drehort entscheidet – hier kann am meisten gespart werden – auch Geld!

- Anreise
- Unterbringung
- Catering
- Logistik
- Transporte
- Energie
 
On Location Parameter / Sparpotentiale
 
- Erreichbarkeit / Anbindung / Reisen
- Flächen für Personal, Technik, Maske, Catering = keine Trailer, Wagenburgen…
- Energieversorgung (Generatoren vermeiden)
- Logistik Technik
- Logistik Set / Requisiten
- Logistik Catering
 
Öko Bilanzen = auch Finanzen
 
- CO2 kostet – meistens – auch Geld
- Alternativen durchrechnen „Schleswig-Holstein kann auch wie Schweden aussehen“
- Budget kann ein grüner Hebel werden
- Gespartes Geld / Co2 kann in Kreativität (u.a. Setdesign) investiert werden
 
Überraschung: Grün ist oft billiger
 
- Energieverbrauch
- Treibstoff
- Kürzere Wege
- Ökonomischere Arbeitsweise
- Wiederverwertung
 
 
 
 

DIESE SEITE WÄCHST JEDEN TAG - MIT DIR UND DEINEN ERFAHRUNGEN. 

Wenn du gute Tipps hast und sie gerne teilen möchtest, her damit: tipps@greenfilmtools.com

Grüner Drehpass

 

 

Logo Grüner Drehpass

 

Die Pioniere von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Es ist der Hammer, was Christiane Dopp und ihr Team da auf die Spur gebracht haben - und ein Trauerspiel, dass die anderen Filmförderungen nicht mitziehen. Ziel muss sein: wer grün produziert, bekommt auch mehr Förderung. Das ist in der Wirtschaft schon lange an der Tagesordnung.

http://www.ffhsh.de/de/film_commission/gruener_drehpass.php

 

 

 

 

 

 

Weltweit

 

http://www.filmiami.org/images/Jan2010/Go_Green_Guide-1.jpghttp://www.filmiami.org/images/Jan2010/Go_Green_Guide-1.jpg

 Sogar die Kollegen in Miami sagen    "Go Green" und geben viele Tipps. Schaut euch das mal an:

http://www.filmiami.org/production_green_guide.asp

Es gibt einen offiziellen Go Green Guide,. Bin gespannt, wann unsere Hipster in Berlin das auch mal hinbekommen.

 

 

 

 

 

Weitere Film-Datenbanken

 

 

Ein Vorbild, man stelle sich vor, aus den USA - UND auch noch ein Projekt der amerikanischen Produzentenvereinigung. Liebe (deutsche) Produzentenallianz, bitte auch machen!

http://www.greenproductionguide.com/

 

 Collectif Ecoprod

 

VIVE LA FRANCE!!

Auch meine zweite Heimat ist weiter. Die haben ihre Webseite sogar auf englisch übersetzt!

http://www.ecoprod.com/fr/

   

Aktiv werden: Umweltorganisationen

- Save our Seeds

Monsanto und vor allen Dingen (nicht vergessen!) BAYER und BASF patentieren seit Jahren unser Saatgut und treiben damit viele Bauern in den Ruin. Dazu die gentechnischen Manipulationen. Jetzt hat Bayer zu allem Unglück Monsanto gekauft. Deutschland wird zum Gentechnik-Exporteur Nummer 1. Eine Katastrophe! Unterstützt "Save our Seeds", die "Coordination gegen BAYER-Gefahren", "Wir-haben-es-satt" und weitere mutige Organisationen.

 

- Farm Aid

Neil Youngs Organisation für amerikanische Öko-Farmer. Tolle Sache.

www.farmaid.org/

 

- Die Klassiker - aber immer wieder gut

Greenpeace

BUND

Robin Wood

 

 

 

 

 

 

 

Spannende Projekte

 

Jenny Weidt hat ihre Produktionsfirma nicht ohne Grund "Filmgrün" genannt. Hier steht warum: http://www.filmgrün.de/nachhaltig-filmen/

Kleine Firma aber ganz gross!!

Unterstützen und ihre Philosophie auswendig lernen!

Grüne Filmmesse in Vorbreitung. Mehr dazu in Kürze.

  Heliostaten im Film. Prototyp in Arbeit. Siehe "Heliostaten"

  Gasgeneratoren: Entwicklung von grosser Einheit für Film & TV läuft. Mehr dazu in Kürze hier.